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Samstag, 6. Oktober 2012

Lustige Kindheitsirrtümer


"Als Kind dachte ich, der Fernsehsender n-tv heißt Ente-Pfau"


Kinder sehen die Welt anders als Erwachsene. Wenn sie dann auch noch etwas falsch verstehen, klärt sich das oft erst Jahre danach auf. Es ist immer spannend zu sehen, was andere früher gedacht haben. Vielleicht findet man auch Gemeinsamkeiten mit sich selbst. Auch die Werbung löst viele Unklarheiten aus – wie viele Kinder denken heute noch, dass im  „Stift- und Warentest“ vor allem Stfte getestet werden?
Robert Neuendorf sammelte diese Kindheitsirrtümer, dabei entstand ein  lustiges Buch mit allerhand herzlichen und skurrilen Erinnerungen.

"Als Kind dachte ich, der Fernsehsender n-tv heißt Ente-Pfau"
Robert Neuendorf (Hg.)
mvg Verlag, September 2012
€ 9,99

Hier sind einige Beispiele aus diesem Buch. Lachen, erinnern und herzeigen sind gefragt!
Los geht’s!

 „Ich dachte immer, es hieße „Rechtshändler“ und nicht „Rechtshänder“.

„Ich glaubte als Kind, der Schaltknüppel im Auto wäre dazu da, das Benzin umzurühren.“

„Als Kind dachte ich, „Flagranti“ sei eine Stadt und fragte mich immer, wo dieser Ort liegt, wenn von „in flagranti“ im TV die Rede war.“

„Ich habe als Kind immer „Aktenzeichen XY... ungelöst“ gesehen und mich gefragt, warum der Kameramann nicht einschreitet und Hilfe holt.“

„Ich dachte als Kind immer, dass man nur in der „Ess“-Bahn essen darf. Wie die korrekte Schreibweise lautet und wofür das „S“ steht, habe ich erst recht spät herausgefunden."

„Ich dachte, dass Spatzen zu Tauben werden, wenn sie größer sind.“

„Ich dachte, dass Regie ein Frauenname ist, und fragte meine Mutter mal, wieso sie in jedem Film mitspiele.“

„Ich habe immer „Mausezeichen“ anstatt „Morsezeichen“ verstanden und fand, dass das passt, weil es dabei ja auch immer piepst.“

„Ich habe mir als Kind immer und immer wieder „König der Löwen“ angeschaut in der Hoffnung, dass Mufasa dieses Mal nicht stirbt.“

„Mein Vater arbeitete früher in einem Laden für Früchte. Bis ich neun war glaubte ich ihm, sein Job sei es, die Bananen krumm zu biegen. Erwachsene sind so gemein."

„Ich dachte immer, England und Amerika wären ein und dasselbe Land, weil sie ja dieselbe Sprache sprechen."

„Ich habe als Kind gedacht, dass die Fernsehwerbung für ein bestimmtes Produkt nicht mehr ausgestrahlt wird, sobald man es gekauft hat.“

„Ich dachte, das Reh ist die Frau vom Hirsch. Erschien mir logisch.“

„Als ich klein war, dachte ich, die weißen Tasten am Klavier sind für Hochzeiten, die schwarzen für Beerdigungen."

„Als Kind dachte ich immer, es würde „blauwarm“ anstatt „lauwarm“ heißen. Immerhin war auf den Wasserhähnen ja auch die Farbe Blau zu sehen."

"Ich dachte als Kind, dass der Nachrichtensender n-tv 'Ente-Pfau' heißt. Damals nahm ich an, es wäre ein Sender für Tierdokumentationen, dabei habe ich mich immer gewundert, dass fast nur Nachrichten liefen, wenn meine Eltern ihn eingeschaltet haben. Nachzufragen habe ich mich nicht getraut."

"Ich dachte, es hieße nicht 'Stiftung Warentest', sondern 'Stift- und Warentest' und dass neben vielen anderen Dingen hauptsächlich Stifte getestet würden."

"Als Kind dachte ich, wenn Frauen in die Wechseljahre kommen, würden sie zu Männern."

"In der Tampon-Werbung war immer eine Frau zu sehen, die einen Tampon in ihrer Hand hält und diese dann zu einer Faust ballt. Ich dachte immer, das wäre gegen Schweißhände."

"Bis ich 19 war, dachte ich, dass NR in Kontaktanzeigen für 'neureich' anstatt für 'Nichtraucher' steht. Ich habe mich nur gewundert, dass die Leute bei der Partnersuche auf so primitive Mittel zurückgreifen, und dachte, dass denen dann ja klar sein muss, dass sich bei ihnen nur geldgeile Leute melden werden."

"Als Kind war ich davon überzeugt, dass es nicht 'Schreber-', sondern 'Strebergarten' heißt, weil nur Streber Bock auf Blumen haben."

"Als Kind dachte ich, Amok laufen wäre eine Sportart."

"Ich habe mich als Kind immer gewundert, warum alle Erwachsenen arbeiten gehen, wenn das Geld doch auch einfach aus dem Geldautomaten kommt."

"Ich dachte immer, dass Fäkalien eigentlich 'Ferkalien' heißen, weil das ja irgendwie 'schweinisch' ist."

"Ich habe als Kind meine Geldmünzen immer in einer Truhe versteckt. Ab und zu habe ich sie mit Seife gewaschen, damit sie schön glänzen. Als ich dann mal in den Nachrichten gehört habe, dass Geldwaschen illegal sei, habe ich die Münzen in einen Gulli geworfen, weil ich Angst hatte, die Polizei könnte das rausfinden."

"Ich dachte als Kind immer, dass man zwei Herzen hat, eines links und eines rechts. Und das alles nur wegen der Doppelherz-Werbung."

"Als Kind verstand ich den Haribo-Slogan 'Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso' falsch, nämlich: 'Haribo macht Kinder froh, unter Wasser ebenso' und habe erst mit 14 festgestellt, wie es eigentlich heißt."

"Ich dachte als Kind, dass der Strafraum ein ganz enges Zimmer ist, in das die Fußballer müssen, wenn sie sich nicht gut benommen haben."

"Ich dachte lange, dass Regenschauer Leute sind, die gern dem Regen zuschauen."

"Ich dachte immer, dass man bei der freiwilligen Feuerwehr einfach so vorbeigehen kann, wenn man Zeit und Lust hat, Feuer zu löschen. Mit circa 17 Jahren bin ich darauf gekommen, dass das wohl Quatsch ist."

„Als Kind dachte ich, die Seele würde aussehen wie eine Spirelli-Nudel.“

„Als Kind verstand ich statt der Redewendung »An und für sich« jedes Mal »Ahn und Pfirsich«. Deshalb fragte ich mich ständig, welche Frucht denn nun dieses »Ahn« sein soll.“
“Ich dachte früher eine Weltkarte würde nur die Vorderseite der Welt zeigen. Ich habe mich bis zur 7. Klasse immer gefragt, was auf der anderen Seite wohl ist.

“Damals habe ich immer die Wörter exotisch und erotisch durcheinander gebracht. Ich habe mich gewundert warum mich im Supermarkt alle Leute dumm angeschaut haben, als ich meiner Mutter zugerufen habe, dass ich den erotischen Eistee haben möchte.”

“Ich dachte als Kind, dass Geisterfahrer Autos seien, die ohne Fahrer durch die Gegend fahren.”


Dienstag, 19. Juni 2012

sinnvoll :D

Gestern war ich auf einer Wiese, wo ich auf eine Ameise traf, welche mich furchtbar erschreckte, wodurch ich in Ohnmacht fiel, jedoch half mir eine freundliche Biene, meine Angst zu überwinden, indem sie mich freundlich anlächelte und friedlich summte, während sie die Rettung holte, mit der ich danach ins Krankenhaus fuhr, um dort meine Schmerzen heilen zu lassen, da ich einen riesigen Schock erlitten hatte, weil ich, als ich gestern auf einer Wiese war, wo ich auf eine Ameise getroffen war, welche mich furchtbar erschreckt hatte, wodurch ich fast in Ohnmacht gefallen war, aber mir jedoch eine freundliche Biene geholfen hatte, meine Angst zu überwinden, indem sie mich freundlich angelächelt hatte und friedlich gesummt hatte, während sie die Rettung geholt hatte, mit welcher ich danach ins Krankenhaus gefahren war, um dort meine Schmerzen heilen zu lassen,da ich verrückt war und erzählte, dass ich gestern auf einer Wiese war, wo ich auf eine Ameise getroffen war, welche mich furchtbar erschreckt hatte, wodurch ich fast in Ohnmacht gefallen war, aber mir jedoch eine freundliche Biene geholfen hatte, meine Angst zu überwinden, indem sie mich freundlich angelächelt hatte und friedlich gesummt hatte.
 

Deutsche Sprache, schwere Sprache!



 

Dienstag, 8. Mai 2012

Die Geschichte von der unscheinbaren Liebe


Als Einstieg einmal eine kurze Geschichte, die sich auf meinem Computer einsam fühlt und sich nach Aufmerksamkeit sehnt...
Die Geschichte von der unscheinbaren Liebe

Wenn sie ihn gesehen hätten, hätten manche geglaubt, er hätte Angst. Oder er wäre stehengeblieben, weil er Schmerzen hätte. Recht hätten sie damit nicht. Er war stehengeblieben, weil er sie gesehen hatte.  Sie, die Frau aller Frauen. Die schönste, die er je gesehen hatte. Aber sie blieb nicht stehen. Sie sah ihn nicht an. Sie könnte ihn nicht einmal bemerkt haben. Er könnte zu unscheinbar sein, so wie eine einzelne Fliege zwischen all den anderen. Oder sie könnte ihn gesehen, aber gleich wieder vergessen haben, so wie jeden anderen Menschen, den sie kurz auf der Straße sieht.

Doch sie hatte ihn auch gesehen, und sie hatte ihn nicht vergessen, sie wollte sich nur nicht umdrehen und ihn genauer betrachten. Sie fürchtete sich davor. Sie hatte Angst, dass er es vielleicht bemerken könnte. Er könnte sich über sie im Gedanken lustig machen, oder vielleicht sogar laut über sie lachen. Sie könnte rot werden und sich vor allen anderen blamieren, und jeder würde mit ihm lachen. Sie würde weinend davonlaufen und noch mehr Spott ernten. Also tat sie es nicht und hielt sich zurück, auch wenn es ihr unheimlich schwerfiel, ihn nicht anzusehen. Auch er versuchte, es so hinzunehmen, wie es war. Warum sollte doch  gerade er so einer hübschen Frau, wie sie war, auffallen, was hatte er sich bloß dabei gedacht? Aber auch sie dachte darüber nach, was jemand wie er an ihr finden sollte. Bloß bekam sie ihn nicht mehr aus ihrem Kopf, genauso erging es auch ihm.

Sie würde gleich in eine andere Straße einbiegen, da würde er sicher nicht entlanggehen, dachte sie sich. Er entschloss sich dieselbe Straße zu nehmen, da er auch so an sein Ziel kommen würde, bloß war es ein längerer Umweg. Er wusste selbst nicht, warum er diesen Weg nahm und kannte sich auch kaum aus, also folgte er ihr. Normalerweise spazierten fast nie Leute außer ihr diese Straße entlang, daher kam es ihr etwas komisch vor. Sie hatte diesen Mann noch nie vorher gesehen, und sie kannte nahezu jeden, der diese Straße benutzte, persönlich. Obwohl sie nicht mehr so viel Angst hatte, wagte sie es nicht, sich umzudrehen. Bei anderen Leuten wäre es kein Problem gewesen, doch dieser Mann hatte etwas an sich. Wenn sie sich umdrehen würde und er sie ignorieren würde, wäre das für sie ein eindeutiges Zeichen, dass sie ihn nicht interessieren würde, und so etwas konnte sie nicht verkraften.  Denn er war anders als die anderen, das hatte sie gleich gemerkt.

Währenddessen wartete er, bis sie sich endlich umdrehen würde. Er konnte ihr bald nicht mehr folgen, denn dann musste er wo anders hin, und viel Zeit hatte er nicht mehr. Er wusste gar nicht einmal, warum er ihr folgte, wahrscheinlich zog sie ihn einfach an, so wie ein Magnet. Er verzweifelte langsam, denn was sollte er tun? Er könnte nicht zu ihr laufen und sie ansprechen, dann würde sie ihn vielleicht vertreiben. Sie könnte schon jemanden fürs Leben gefunden haben, und da wäre er fehl am Platz. Sie würde ihn für einen Besessenen halten, der ihr hinterherläuft. Sie könnte es auch anderen Leuten erzählen, dann wäre sein Leben noch schlimmer, als es sowieso schon war.

Sie würde jetzt gleich in ihr Haus gehen, aber sie konnte ihn nicht einfach vergessen. Dieser Fehler würde ihr ihr Leben lang leidtun.  Sie musste es riskieren, nur einen ganz kurzen Blick. Wenn etwas passierte, könnte sie ja immer noch eine Ausrede finden. Also drehte sie, so schnell wie sie konnte, ihren Kopf nach hinten und gleich wieder zurück. Doch sie hatte nicht viel gesehen, also drehte sie ihren Kopf erneut nach hinten, diesmal ganz langsam. Das hatte er gesehen. Er hätte fast einen Freudenschrei ausgestoßen, was er dann aber doch bleiben ließ. Er beschränkte sich auf ein Lächeln, und sie lächelte zurück. Beide blieben kurz stehen und auch ihre Herzen klopften wie wild. Jedoch ließen sie sich beide nichts anmerken und gingen weiter, während sie innerlich schon weinten vor Bedauern und sich selbst Vorwürfe machten.
Copyright by Kathi

Stay crazy and give the world a little smile :)

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